| Ökumene nimmt Einladung Kardinal Schönborns nach Mariazell an
Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich verabschiedete "Wort zur gemeinsamen Verantwortung der Kirchen für Europa" (Kathpress, 21.3.04)
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) hat die Einladung von Kardinal Christoph Schönborn zur "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai angenommen. Der Rat werde ein "Zeichen ökumenischer Verbundenheit" setzen, heißt es in einem "Wort zur gemeinsamen Verantwortung der Kirchen für Europa", das bei der ÖRKÖ-Vollversammlung in Wien verabschiedet wurde.
In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass Katholiken aus acht Ländern mit verschiedener Sprache und Kultur zu einem "gemeinsamen Fest des Glaubens" nach Mariazell kommen, um "dort Christus als
Hoffnung für Europa zu bekennen". Dazu seien auch die Ökumenischen Räte in den acht Teilnehmerländern eingeladen.
Wie die ÖRKÖ-Vorsitzende Christine Gleixner im Gespräch mit "Kathpress" sagte, werden außer ihr auch der evangelisch-lutherische Bischof Herwig Sturm, der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Gabriel, der serbisch-orthodoxe Bischofsvikar Drago Govedarica, der armenisch-apostolische Erzbischof Mesrob Krikorian und der syrisch-orthodoxe Chorbischof Emanuel Aydin in Mariazell anwesend sein.
Die im ÖRKÖ verbundenen Kirchen befürworten die bevorstehende Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004. Im Hinblick darauf bekennen sich die Kirchen zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für ganz Europa, wie sie in der "Charta Oecumenica" formuliert wurde: "Wir sind überzeugt, dass das spirituelle Erbe des Christentums eine inspirierende Kraft zur Bereicherung Europas darstellt. Auf Grund unseres christlichen Glaubens setzen wir uns für ein humanes und soziales Europa ein, in dem die Menschenrechte und Grundwerte des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Toleranz, der Partizipation und der Solidarität zur Geltung kommen. Wir betonen die Ehrfurcht vor dem Leben, den Wert von Ehe und Familie, den vorrangige Einsatz für die Armen, die Bereitschaft zur Vergebung". |