Druckansicht Wednesday 15. December 2010

"Wallfahrt der Völker" nach Mariazell verwirklicht Pfingstvision

Grazer Pastoralamtsleiter Schnuderl bei Hintergrundgespräch im Steirischen Presseclub: EU-Erweiterung muss die Menschen der verschiedenen Länder einander näher bringen (Kathpress, 14.4.04)

Als "Verwirklichung der pfingstlichen Vision, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache einander begegnen und verstehen", sieht der Grazer Pastoralamtsleiter Prälat Heinrich Schnuderl die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell, mit der der Mitteleuropäische Katholikentag am 22. Mai 2004 seinen Höhepunkt finden wird. Bei einem Hintergrundgespräch im Steirischen Presseclub sagte Schnuderl, er wolle die "Wallfahrt der Völker" nicht als Schlusspunkt des Katholikentags sehen, sondern als Ausgangspunkt einer neuen Verständigung, einer "Katholizität auf der Ebene der Nachbarschaft".

Die EU-Erweiterung müsse die Menschen der verschiedenen Länder einander näher bringen. Laut Schnuderl gehören grenzüberschreitende Partnerschaften zwischen Schulen und Pfarren ebenso dazu wie Besuche anderer Länder, die Wahrnehmung von Ausländern in der eigenen Umgebung u.a.m. Österreich habe in dieser Hinsicht eine historisch gewachsene Verantwortung, so der Grazer Pastoralamtsleiter. Der Papst habe schon im Jahr 1983 in Mariazell dieses besondere Charisma Österreichs betont. Gemäß dem Katholikentags-Motto "Christus - Hoffnung Europas" gelte es für die acht Teilnehmerländer Bosnien-Hercegovina, Kroatien, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Österreich aus dem christlichen Glauben heraus "ein Zeichen der Hoffnung auf Zukunft hin" zu setzen.

Die Vorbereitungen für die "Wallfahrt der Völker" laufen erfreulich gut, so Schnuderl. Die Zahl der bisher eingegangenen Anmeldungen sei hoch: So hätten sich beispielsweise rund 15.000 Slowaken und 12.000 Tschechen angemeldet, insgesamt wird mit 70.000 bis 80.000 Teilnehmenden gerechnet. Völlig ausgebucht ist das dreitägige Jugendprogramm - mehr als 6.000 Jugendliche werden in einer Zeltstadt
untergebracht.


© Mitteleuropäischer Katholikentag 2004