Druckansicht Wednesday 15. December 2010

Auch Diözese St. Pölten lädt zur "Wallfahrt der Völker"

Als "Chance der menschlichen Begegnung zwischen Angehörigen von Völkern und Staaten, die sich auseinander entwickelt haben", wertet der St. Pöltner Pastoralamtsleiter, Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth, die "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai in Mariazell. Kreuth bezeichnete bei einer Pressekonferenz in St. Pölten die Wallfahrt als Höhepunkt im einjährigen Prozess des
Mitteleuropäischen Katholikentages - eines "Miteinanders der kleinen Schritte", wie er sagte. (Kathpress, 01.04.04)

Mariazell habe vor allem bei den slawischen Nachbarn eine große Tradition als Wallfahrtsort, betonte der St. Pöltner Pastoralamtsleiter. Aus Böhmen seien vor der Zeit des Kalten Krieges viele zu Fuß dorthin gepilgert und hätten dadurch zum Ausdruck gebracht: "Eine Wallfahrt ist auch anstrengend, verbindet aber Menschen miteinander und lässt sie ins Gespräch kommen". An diese Tradition wolle man anschließen.

Mindestens 60.000 Menschen werden in Mariazell erwartet. Der Großteil der Pilger aus den nördlichen und östlichen Nachbarstaaten Österreichs - Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn - wird durch die Diözese und Stadt St. Pölten anreisen und auch dort übernachten. Um den Besucheransturm zu bewältigen, haben das Pastoralamt und die Katholische Aktion der Diözese die Pfarren eingeladen, ein "Zeichen der Gastfreundschaft" zu setzen und ausländische Pilger zu beherbergen. Das sei auch in ausreichendem Maße gelungen, berichtete Rosa Eder, Koordinationsbeauftragte für die Großveranstaltung: In 34 Pfarren stünden Quartiere bereit. Mit 1.085 Plätzen in Familien und 525 Übernachtungs-Möglichkeiten an anderen Orten seien die notwendigen Kapazitäten garantiert. In St. Pölten sind Pensionen und Hotels in der Nacht von Freitag, dem 21. auf Samstag, den 22. Mai 2004 bereits ausgebucht. Ungarische und tschechische Reisebüros hätten sich rechtzeitig alle verfügbaren Plätze gesichert, berichtete Eder.

Aus dem St. Pöltner Diözesangebiet haben bisher 41 Pfarren und vier Dekanate Busfahrten zur "Wallfahrt der Völker" angemeldet. Bischofsvikar Kreuth hofft auf eine weitere Anmeldungswelle nach Ostern und wünscht sich 3.000, im Idealfall bis zu 6.000 Teilnehmer aus der Diözese.

"Europäisches Abendlob"

Am Vorabend zum 22. Mai gibt es in St. Pölten ein Treffen von Pilgern aus den Nachbarländern - vor allem aus der tschechischen Partnerdiözese Königgrätz (Hradec Kralove) - mit Vertretern
verschiedener Gruppen, die seit Jahren mit Partnerorganisationen und Pfarren in den ostmitteleuropäischen Ländern zusammenarbeiten (Katholische Aktion, Caritas, Osthilfe). Auf die ausländischen Gäste wartet eine Führung durch die Altstadt von St. Pölten, um 17 Uhr ein mehrsprachiges "Europäisches Abendlob" im Dom mit Diözesanbischof Kurt Krenn und ab 18.30 Uhr ein "Fest der Begegnung" im Bildungshaus St. Hippolyt.

Organisationskomitee für den Mitteleuropäischen Katholikentag der Diözese St. Pölten: Tel. 02742/398/323, Fax:02742/398/382).


© Mitteleuropäischer Katholikentag 2004