| EU einzige Alternative
Steirischer Diözesanbischof Kapellari bei Frühjahrsvollversammlung des kroatischen Episkopats in Zagreb, (Kathpress) 1.4.03
Zur EU-Erweiterung gibt es - "trotz aller Probleme und Defizite" der Europäischen Union - keine vernünftige Alternative. Das unterstrich der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari - der auch Europa-Referent der Österreichischen Bischofskonferenz ist - bei der Frühjahrsvollversammlung der Kroatischen Bischofskonferenz in Zagreb.
Die Kirche begleite den Weg Kroatiens in die Europäische Union mit "kritischer Solidarität", denn sie wolle auf dem Bauplatz eines sich vereinigenden Europas "nicht kritisierend abseits stehen, sondern kompetent mitgestalten". Die Kirche müsse dabei - so der steirische Diözesanbischof - wieder "missionarischer" werden, getreu ihrer Sendung, den Menschen Europas Christus zu zeigen.
Im Namen der österreichischen Bischöfe dankte Kapellari dem kroatischen Episkopat für die Bereitschaft, gemeinsam mit sieben anderen Bischofskonferenzen das Projekt des Mitteleuropäischen Katholikentags mitzutragen, dessen Höhepunkt die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell im Mai 2004 sein wird. Das Heiligtum Mariazell in der Diözese Graz-Seckau sei "so etwas wie eine Schwester des kroatischen Heiligtums Marija Bistrica". Kapellari verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die Beziehungen zwischen Kroatien und Österreich im Lauf der vergangenen Jahrhunderte sehr intensiv gewesen seien. Das treffe besonders auf die Beziehung zwischen Zagreb und Graz zu. Eine besondere Beziehung verbinde das österreichische Burgenland und seine Diözese Eisenstadt durch die dort beheimatete kroatische Volksgruppe mit der Kirche in Kroatien. Außerdem gebe es in vielen Diözesen Österreichs kroatische Personalgemeinden, deren Wirken durch die Bischöfe nach Kräften gefördert werde. |