| Europa: Kultur und geistige Aspekte sollen Wirtschaft ergänzen
Sommertagung des "Forums Kunst - Wissenschaft - Medien" der Katholischen Aktion in Tainach - Ökonomisierung aller Lebensbereiche als Zentralthema. (Kathpress, 23.7.03)
Unter dem Titel "Schneiden wir unsere Wurzeln ab?" widmet sich das "Forum Kunst-Wissenschaft-Medien" der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) bei seiner Sommertagung vom 27.Juli bis 2. August im Kärntner Bildungshaus "Sodalitas" in Tainach/Tinje der Frage der Ökonomisierung in Europa. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den sozialen und kulturellen Konsequenzen dieser Entwicklung. Insbesondere wollen die Veranstalter Chancen aufzeigen, wie über wirtschaftliche Aspekte hinaus auch kulturelle und geistige Werte im zusammenwachsenden Europa zur Geltung gebracht werden können.
Den Höhepunkt im Tagungsprogramm bildet eine Podiumsdiskussion zur Frage "Worin besteht der geistig-kulturelle Mehrwert eines neuen Europa?" am Freitag, 1. August. Ab 16 Uhr diskutieren die polnische Botschafterin in Österreich, Irena Lipowicz, der ehemalige Botschafter in Sarajevo, Valentin Inzko und der ehemalige Kanzler Vaclav Havels, Karel Schwarzenberg. Im Programm finden sich unter anderem Vorträge zu den Themen "Ökonomisierungseffekte auf Familienstruktur und Alltagsleben", "Mechanismen der internationalen Finanzmärkte", "Gottes-, Mensch- und Weltbilder des Ökonomismus" oder "Die EU als Anstoß für die Kirche Tschechiens". Referenten sind u.a. der Grazer Sozialethiker Leopold Neuhold, Christian Felber von "Attac-Austria" und Milos Raban von der Universität Reichenberg.
Der Kärntner Bischof Alois Schwarz wird die Teilnehmer am Sonntag, 27. Juli, im Bildungshaus persönlich begrüßen. Dass beinahe jeder dritte Teilnehmer aus den mittel- und osteuropäischen Reformländern zur Sommertagung anreist, belege das langjährige Engagement katholischer Akademiker in diesem Raum, heißt es in einer Aussendung des Forums "Kunst - Wissenschaft - Medien". Die diesjährige Sommertagung leiste damit nicht nur inhaltlich, sondern auch durch persönliche Kontakte ihren Beitrag zum Mitteleuropäischen Katholikentag. |