Druckansicht Wednesday 15. December 2010

"In Mariazell droht kein Chaos"

Verkehrsplanung für die "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai wurde auf die größere Zahl von Pilgern ausgerichtet (Kathpress, 10./11.5.04)

Gelassen wurde am Montag im Katholikentagsbüro auf Alarmmeldungen der Landesgendarmeriekommandos Niederösterreich und Steiermark über ein angeblich drohendes Verkehrschaos bei der "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai reagiert. Der Generalsekretär der steirischen Katholischen Aktion (KA), Stefan Kaltenegger, der für die Verkehrsplanung der Wallfahrt zuständig ist, betonte, dass beim Katholikentag im Gegensatz zu anderen Großveranstaltungen genau bekannt sei, wie viele Busse kommen werden. Das sei selten und ein großer organisatorischer Vorteil, so Kaltenegger. Man habe daher als Veranstalter in guter Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden in
Verkehrskonzept für zunächst rund 1.000 Busse entwickelt. Inzwischen würden aber bereits Maßnahmen getroffen, um auch die Anfahrt und Abfahrt der nunmehr angemeldeten mehr als 1.500 Busse zu bewältigen.

Wie Kaltenegger sagte, könnten die Parkplätze sogar bis zu 2.000 Busse aufnehmen. Für eine gestaffelte Anreise sei gesorgt. So gebe es verschiedene Länder-Abfahrtszeiten, sodaß nicht alle Busse zur selben Zeit in Mariazell eintreffen. Zudem habe man - obwohl 10.000 Parkplätze für Privatautos vorhanden sind - eine Kampagne gestartet, um Pilgern abzuraten, mit dem eigenen PKW anzureisen. Es gebe zwar grundsätzlich Parkplätze für 10.000 PKW. Diese lägen aber auf Wiesen und seien bei Regen nicht benützbar. Ebenfalls werden die Pilger ersucht, sehr frühzeitig - ab Mitternacht - anzureisen.

Außerdem habe man teilweise den urspünglich vorgesehenen Shuttle-Dienst reduziert, auch wenn die Pilger dadurch längere Fußwege in Kauf nehmen müssen. Für einen Teil der Pilger werde es durch das modifizierte Konzept vor allem bei der Abreise zu längeren Fußwegen - bis zu maximal zwölf Kilometern - kommen. Kaltenegger ersuchte die Pilger auch um Geduld, sollte es zu Verzögerungen kommen. Kaltenegger empfahl, diese Zeiten "für das Gemeinschaftserlebnis zu nutzen". Auf dem Rückweg werde es mehrere Versorgungspunkte geben, wo auch für Verpflegung gesorgt sein werde.

Was die Sicherheit betrifft, verwies Kaltenegger darauf, dass Pilger einer Wallfahrt "geduldiger und disziplinierter" seien als dies bei Teilnehmern anderer Großveranstaltungen anzunehmen ist. Außerdem habe man zusätzliche Sanitäts-Stützpunkte in das Konzept aufgenommen.


© Mitteleuropäischer Katholikentag 2004