| Katholikentag: Papstkreuz "übersiedelt" von Wien nach Mariazell
Das Papstkreuz, das sich seit dem Besuch von Johannes Paul II. 1983 auf dem Wiener Heldenplatz aufgestellt ist, übersiedelt vorübergehend nach Mariazell. (Kathpress, 6.5.04)
Am Donnerstagvormittag wurde das etwa zehn Meter hohe Kreuz, das zwischen Völkerkundemuseum und Heldentor steht, abmontiert und in den steirischen Marienort transportiert. In Mariazell wird es auf der großen Altarbühne des Festgeländes installiert. Beim Festgottesdienst der "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai wird das Kreuz ein dominierendes Element auf der Bühne darstellen.
Man habe sich nach langer Überlegung bewusst für dieses Kreuz entschieden, da es eine hohe symbolische Bedeutung habe, so Architekt Harald Gnilsen, Leiter des Bauamtes der Erzdiözese Wien und für die Bühnenarchitektur und Technik verantwortlich, im Gespräch mit "Kathpress". Das Kreuz verweise auf die eindrucksvolle Europavesper mit dem Papst auf dem Heldenplatz; bei dieser Vesper hatte Johannes Paul II. gleichsam die Entwicklung der folgenden Jahre vorweggenommen und sechs Jahre vor der "Wende" vom einigen Europa gesprochen. Auch beim Papstbesuch 1998 sei beim Festgottesdienst auf dem Heldenplatz -der wieder im Zeichen der europäischen Einigung stand - auf dieses Kreuz Bezug genommen worden. Wenn nun das Papstkreuz in Mariazell präsent sei, werde um so deutlicher, dass der Mitteleuropäische Katholikentag mit der "Wallfahrt der Völker" in besonderer Weise auch Ergebnis der jahrzehntelangen Bemühungen Johannes Pauls II. sei, so Gnilsen.
Am Fußende des Kreuzes befindet sich ein Steinsockel aus Granit, auf dem in zwei Inschriften auf die Ereignisse von 1983 und 1998 hingewiesen wird. Hier wird im Anschluss an die "Wallfahrt der Völker" eine weitere Inschrift an den Mitteleuropäischen Katholikentag erinnern, kündigte Gnilsen an. Nach der "Wallfahrt der Völker" wird das Papstkreuz wieder an seinen angestammten Platz in Wien zurückkehren. |