Druckansicht Wednesday 15. December 2010

Katholikentags-Veranstaltung richtet Blick auf Bosnien-Hercegovina

Katholische Aktion lädt am 26. März in Klagenfurt zu Diskussion mit Bischof Komarica und Diplomaten aus Bosnien und Österreich (Kathpress, 17.3.04)

"Bosnien - Chance für Europa. Europa - Chance für Bosnien" lautet der Titel einer Veranstaltung im Rahmen des Mitteleuropäischen Katholikentages in Klagenfurt. Über Voraussetzungen, Chancen und Widerstände einer nächsten Etappe europäischer Integration in Richtung Südosteuropa diskutieren am 26. März um 19.30 Uhr im Diözesanhaus Klagenfurt der Vorsitzende der bosnischen Bischofskonferenz, Bischof Franjo Komarica, die Botschafterin Bosniens in Österreich, Amira Kapetanovic, und der zuständige Abteilungsleiter im Außenministerium und ehemalige Botschafter Österreichs in Bosnien, Valentin Inzko. Das Gespräch wird der Publizist Peter Pawlowsky leiten, Veranstalterin ist die
Katholische Aktion (KA) Kärntens.

Die Bewohner Bosnien-Hercegovinas versuchten derzeit, einen modernen europäischen Staat aufzubauen, heißt es in einer Ankündigung der KA. Nach einem Bürgerkrieg, bei dem mehr als die Hälfte der Katholiken aus dem Land vertrieben und viele ermordet wurden, seien immer noch in jeder größeren Stadt katholische und orthodoxe Kirchen, Moscheen und Synagogen nebeneinander zu finden. Als europäisches Land mitten im Herzen des Balkans bilde Bosnien einen "einzigartigen Kristallisationspunkt der Kulturen, Religionen und Interessen der Völker des Ostens und des Westens". Über die Gegenwart und Zukunft des Landes solle aus dem Blickwinkel von Wirtschaft, Politik und Glauben diskutiert werden.

Im Anschluss an das Gespräch lädt die Katholische Aktion zur Besichtigung der Fotoausstellung "Sarajevo" des Priesters und Künstlers Peter Deibler und zu bosnischen Köstlichkeiten.


© Mitteleuropäischer Katholikentag 2004