| "Wallfahrt der Völker": Auftakt mit Bischof Aichern
Katholische Arbeitnehmerbewegung schlägt Brücken nach Ostmitteleuropa (Kathpress, 18.5.04)
Ein Festgottesdienst der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) mit "Sozial-Bischof" Maximilian Aichern bildet am Donnerstag, 20. Mai, die Einstimmung zur "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell. Zu dem Gottesdienst um 14 Uhr in der Mariazeller Basilika werden Abordnungen aus allen ehemals kommunistischen Ländern erwartet. Am Freitag, 21. Mai, veranstaltet die KAB eine internationale Studientagung im niederösterreichischen Hirschwang zu sozialen Fragen. Ziel der Tagung, die unter dem Motto "Von der Patenschaft zur Partnerschaft" steht, ist die Erarbeitung einer Sozialcharta für die mittel- und osteuropäischen Länder. Auch Bischof Aichern wird an der Tagung teilnehmen. Inhaltlich wird das gemeinsame Engagement für den arbeitsfreien Sonntag sowie für menschengerechte Arbeitsbedingungen im Vordergrund stehen, so KAB-Bundessekretär Andreas Gjecaj im Gespräch mit "Kathpress".
Im Rahmen des Festgottesdienstes in Mariazell werden auch wieder die "schweigenden Kerzen" brennen. Die Geste geht auf ein historisches Datum in der Geschichte der Katholischen Arbeiterjugend (KAJ) vor 50 Jahren zurück: Am 1. Mai 1954 versammelten sich 7.500 junge Arbeiterinnen und Arbeiter aus ganz Österreich in Mariazell, um der verfolgten Brüder und Schwestern jenseits des damals neuen "Eisernen Vorhanges" zu gedenken. In einer nächtlichen Feierstunde versprachen sie ihren Glaubensgeschwistern im Osten ihre Solidarität. Als Zeichen stellten sie neun Kerzen auf, jede ein Symbol für ein Bundesland und zugleich für ein Land des damaligen "Ostblocks". Nach dieser Nacht wurden die Kerzen gelöscht und sollten erst wieder nach der Wiedererringung der Freiheit entzündet werden, was schließlich 1990 geschah. |