Erzdiözese Salzburg

 
Kardinal Schönborn ruft zur Teilnahme am Katholikentag auf

Am Sonntag wurde in allen Gottesdiensten in der Erzdiözese Wien Bischofswort zur "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai verlesen - "Bekenntnis der völkerverbindenden Kraft des christlichen Glaubens" (Kathpress, 16.01.04)

Zur Teilnahme an der "Wallfahrt der Völker" am 22. Mai nach Mariazell - dem Höhepunkt des Mitteleuropäischen Katholikentages - lädt Kardinal Christoph Schönborn in einem Bischofswort ein, das am Sonntag, 18. Jänner, bei allen Gottesdiensten in der Erzdiözese Wien verlesen wurde. Die "Wallfahrt der Völker" sei ein "einmaliger Moment des Feierns und des Bekenntnisses der völkerverbindenden Kraft" des christlichen Glaubens, betont der Wiener Erzbischof. Der gemeinsame Weg in Europa sei nicht einfach, "viele Hindernisse, Ängste, Sorgen" begleiteten ihn, "aber der eine Glaube und der eine Herr verbinden uns".

Kardinal Schönborn warnt zugleich vor "Angstmache" im Hinblick auf die technischen Probleme einer Großwallfahrt nach Mariazell: "Es wird möglich sein, mit einigen Anstrengungen, aber mit um so größerer Freude". Seit Jahrhunderten pilgern die Völker Mitteleuropas nach Mariazell, erinnert der Wiener Erzbischof: "Alle wissen sich bei Maria geborgen, von ihr in ihren Sorgen verstanden". Daher sei es für die österreichischen Bischöfe eine "Freude" und eine "Herausforderung" gewesen, dass von allen sieben mitveranstaltenden Bischofskonferenzen der einhellige Wunsch kam, dass die Schlussveranstaltung des Mitteleuropäischen Katholikentags eine gemeinsame "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell sein soll.

Im Hinblick auf die Gastgeberfunktion der Kirche in Österreich richtet Kardinal Schönborn an die Katholiken in der Erzdiözese Wien die besondere Bitte, "nach Möglichkeit" Pilger aus den sieben Partnerländern gastlich willkommen zu heißen. Pfarrgemeinden könnten etwa Pilgergruppen, die per Bus unterwegs sind, auf dem Weg nach Mariazell beherbergen oder auf dem Rückweg mit den Gästen am Sonntag, 23. Mai, die Sonntagsmesse feiern. Ebenso appelliert der Wiener Erzbischof an die Jugendlichen, am Jugendprogramm teilzunehmen, das bereits am 21. Mai beginnt und bis 23. Mai dauert.

Eindringlich ruft Kardinal Schönborn die "drei großen Anliegen" des Mitteleuropäischen Katholikentags in Erinnerung, die von den Katholiken in der Erzdiözese Wien in Gespräch und Gebet mitgetragen werden sollen. Es gehe um Wege der Versöhnung zwischen den Völkern, um die tiefen Gräben zu überwinden und die Wunden zu heilen, die Nationalismus, Nationalsozialismus und Kommunismus hinterlassen haben. Europas Zukunft hänge aber nicht nur vom gemeinsamen Markt ab, so Schönborn, sie brauche dringend auch die Heiligtümer als Orte, "die die Hoffnung stärken". Denn Europa sei nicht nur entlang der Handelsstraßen entstanden, sondern auch entlang der Pilgerwege. Diese Pilgerwege führten zu Quellorten wie Mariazell, aus denen viele Menschen für ihren Weg neue Kraft schöpfen. Schließlich gehe es darum, dass die Christen am "Bauplatz Europa" mitarbeiten: "Der Mitteleuropäische Katholikentag will gerade zum Zeitpunkt der Erweiterung der Europäischen Union zu diesem aktiven Mittun ermutigen".

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