"Katholikentag ist Signal, dass Europa eine Mitte hat"
Ackermann-Gemeinde dankt Kardinal Schönborn für Einladung zur "Wallfahrt der Völker" (Kathpress, 13.5.04)
"Wir sehen im Mitteleuropäischen Katholikentag ein Signal, dass Europa nicht nur zwei Hälften hat, sondern auch eine Mitte": Mit diesen Worten hat sich der Vorsitzende der in Bayern beheimateten Ackermann-Gemeinde, Walter Rzepka, für die von Kardinal Christoph Schönborn ausgesprochene Einladung dieser um Brückenschläge zwischen deutschen Christen und ihren östlichen Nachbarn bemühten Gruppierung zur "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell bedankt. "Möge Mariazell dazu beitragen, dass diese Mitte als solche zur geistigen Erneuerung Europas beiträgt", so Rzepka weiter.
Die Ackermann-Gemeinde selbst wolle mit ihrem Engagement für den Katholikentag jedenfalls mithelfen, "den Graben zwischen Ost und West zuzuschütten, den der Eiserne Vorhang im Denken und Fühlen vieler Menschen hinterlassen hat". Seit vielen Jahren pflege die Ackermann-Gemeinde vor allem zu tschechischen und slowakischen Katholiken geschwisterliche Beziehungen, "die zeigen, dass Christen nicht bei der Anklage historischer Schuld stehen bleiben, sondern Wege zur Versöhnung bahnen und miteinander eine neue Nachbarschaft aufbauen".
Die Ackermann-Gemeinde entstand 1946 aus einem Kreis sudetendeutscher Katholiken, die ihre Herkunft aus Böhmen und Mähren als Verpflichtung für ihr Wirken in Kirche, Staat und Gesellschaft empfanden. Heute ist diese Gemeinschaft offen für alle, die sich ihre Ziele zu eigen machen. Ihren Namen führt die Ackermann-Gemeinde auf die erste neuhochdeutsche Dichtung, den "Ackermann aus Böhmen" des Johannes von Saaz zurück. Dieses Werk aus dem Jahre 1400 gilt der Gemeinde als ein "Dokument für die Jahrhunderte alte Verwurzelung und schöpferische Kraft der deutschen Kultur in den böhmischen Ländern und ein Sinnbild für eine Lebensgestaltung aus christlichem Glauben und Hoffen".
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