Militärdiözese

 
Kardinal Schönborn nimmt Stellung zum Verkehrskonzept

Vorsitzender der Bischofskonferenz telefonierte nach Äußerungen der Landesgendarmeriekommandos Niederösterreich und Steiermark mit Innenminister Strasser. (Kathpress, 12.5.04)

Alle Planungsschritte für das Verkehrskonzept wurden im engsten Kontakt mit den Behörden erarbeitet. "In Mariazell droht bei der 'Wallfahrt der Völker' am 22. Mai kein Chaos", betonte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch im Gespräch mit "Kathpress". Die organisatorischen Anforderungen durch die großen Pilgerzahlen - statt der ursprünglich erwarteten 1.000 Autobusse sind jetzt mehr als 1.500 angemeldet - seien "zu bewältigen". Im Hinblick auf öffentliche Äußerungen der Landesgendarmeriekommandos Niederösterreich und Steiermark war Kardinal Schönborn am Dienstagnachmittag neuerlich mit Innenminister Ernst Strasser telefonisch in Kontakt getreten; dabei wurde vereinbart, gemeinsam nach Lösungen für die Verkehrsprobleme zu suchen. Bereits vor genau einer Woche hatte der Innenminister in einem Telefongespräch dem Kardinal versichert, dass alles unternommen werde, damit die Pilger, die von weither kommen, nicht enttäuscht zurückgewiesen werden müssen.

Kardinal Schönborn betonte am Mittwoch, dass bereits bisher alle Planungsschritte für das Verkehrskonzept im engsten Kontakt mit den Behörden erarbeitet wurden. Das Konzept sei von den Behörden auf Bezirks- und Landesebene als "angemessen" und "durchführbar" bezeichnet worden; es sei "präzise und durchdacht". "Alle berechtigten Sorgen werden ernst genommen, aber niemand soll sich
verunsichern lassen", unterstrich der Kardinal: "Die 'Wallfahrt der Völker' wird zu einem großen Fest des Glaubens und des Miteinanders im neuen Europa werden".

Verkehrskonzept entspricht Anforderungen

Auch die Pressestelle der Diözese Graz-Seckau verwies am Mittwoch darauf, dass das gemeinsam mit Vertretern der zuständigen Behörden in den letzten Monaten entwickelte Verkehrskonzept auch den neuen Anforderungen entspricht. Für die Busse aus den Nachbarländern wurden die Ankunftszeiten gestaffelt, um die vorhandenen Grenz- und Straßenkapazitäten bestmöglich zu nutzen. Die ersten Busse werden am 22. Mai ab Mitternacht in Mariazell erwartet. Auch den österreichischen Pilgerbussen wird empfohlen, schon in den Nachtstunden Richtung Mariazell aufzubrechen.

Die Zu- und Abfahrt nach/von Mariazell ist nur über die B 20 aus dem Norden und Süden sowie über die B 21 aus dem Osten möglich. Die Busse lassen die Pilger aussteigen, um dann leer in den vorgesehenen Abstellbereich zu fahren. Diese Parkmöglichkeiten für Busse wurden erweitert; die Busse werden auf je einer Fahrspur auf den Straßen rund um Mariazell abgestellt. Um die durch mehr Pilgerbusse erhöhten Ausstiegszeiten zu reduzieren, wurde die Zahl der Ausstiegsbereiche von zwei auf fünf vermehrt. Die Aufstockung der Abstellmöglichkeiten für die Busse bringt besonders für die Abfahrt aus Mariazell verlängerte Gehzeiten mit sich. Mit einer "Fußwallfahrt" zwischen einer und drei Stunden ist zu rechnen. Als die österreichischen Organisatoren vorsichtig auf diese Gegebenheit hinwiesen, ernteten sie bei ihren Kollegen aus den anderen Teilnehmerländern Gelassenheit: In der Slowakei oder in Kroatien sei es selbstverständlich, bei einer Wallfahrt ein bis drei Stunden Fußmarsch einzukalkulieren.

Die Sicherheit der Veranstaltung wird durch die größere Zahl von angemeldeten Autobussen nicht beeinflusst, weil die Veranstalter in ihrer Planung immer schon von der anfangs fiktiven (und nunmehr zu erwartenden) Maximalzahl von 100.000 Pilgern ausgegangen seien, betonte die Pressestelle der Diözese Graz-Seckau. Auf diese Maximalzahl von 100.000 Pilgern wurden sowohl das Sicherheitskonzept als auch das Sanitätskonzept von allem Anfang an ausgerichtet. Das Rote Kreuz wird am 21./23. Mai zusammen mit dem Malteser Hospitaldienst die größte Rotkreuz-Dienststelle Österreichs in Mariazell einrichten. Auch in jenen Bereichen, in denen sich Fußgänger und abfahrende Busse "durchmischen", sind im Konzept Sicherheitsstützpunkte in entsprechender Dichte vorgesehen.

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