Erzdiözese Wien

 
Symposien in Sarajevo und Celje

Reihe der internationalen Konferenzen des Katholikentags wird mit Symposien zu den Themen Religionsunterricht und Märtyrer fortgesetzt. (Kathpress, 5.11.03)

Zwei internationale Konferenzen des Mitteleuropäischen Katholikentages finden in den kommenden Tagen statt: Das Symposion von 6. bis 9. November in Celje (Slowenien) ist dem Thema "Religionsunterricht - Weitergabe des Glaubens" gewidmet, am 7. und 8. November stehen beim Symposion in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo unter dem Titel "Die Geschichte verpflichtet zur
Verantwortung" Märtyrer und Glaubenszeugen im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung in Celje beginnt am Donnerstag mit einem Empfang durch den Erzbischof von Laibach (Ljubljana), Franc Rode. Am Freitag referiert Weihbischof Anton Stres (Maribor) über die Freiheit des Religionsbekenntnisses als grundlegendes Menschenrecht, weitere Vorträge - u.a. vom Dekan der Theologischen Fakultät in Ljubljana, Stanko Gergolj - befassen sich mit der schwierigen Situation des Religionsunterrichtes in Slowenien. Die Situation in Österreich und Deutschland beleuchtet am Samstag der Salzburger Religionspädagoge Anton Bucher, sein Wiener Kollege Martin Jäggle spricht anschließend über "die Aufgabe der Schule in einer multireligiösen Gesellschaft".
Wie Wertevermittlung angesichts des heutigen Pluralismus aussehen kann, beschreibt der Zagreber Jesuit P. Ivan Koprek, der Werthaltung der Jugend widmet sich abschließend der Marburger Pastoralsoziologe Vinko Potocnik.

Das Symposion in Sarajevo nimmt Bezug auf den Papstbesuch vor sechs Jahren in Bosnien, bei dem Johannes Paul II. die bosnische Katastrophe der neunziger Jahre mit dem Leiden Christi in einen Zusammenhang stellte. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Bosnien-Hercegovina, Franjo Komarica, am Freitagabend, stehen Vorträge von Anto Saric über die "Reinigung der Erinnerung" und Veronika Nela Gaspar über die "Theologie des Martyriums" auf dem Programm. Am Samstag beleuchtet Marko Semren das Tagungsthema vor dem Hintergrund der Geschichte Bosniens; der polnisch-österreichische Priester und Zeithistoriker Jan Mikrut referiert anschließend über Blutzeugen des Glaubens in der NS-Zeit, weitere Vorträge sind Märtyrern der kommunistischen Ära gewidmet.

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