Diözese St. Pölten

 
Sonderbriefmarken zum Mitteleuropäischen Katholikentag

Sechsteiliger Block zeigt Papst Johannes Paul II., Motive aus Mariazell, das Logo des Katholikentags und die Landeswappen der acht teilnehmenden Länder - Kardinal Schönborn: Briefmarken sind "Boten
der Frohen Botschaft" (Kathpress, 28.4.04)

Die Österreichische Post hat anlässlich des Mitteleuropäischen Katholikentags einen sechsteiligen Sonderbriefmarkenblock herausgegeben. Die Marken zeigen Papst Johannes Paul II., Motive aus der Basilika Mariazell, das Logo des Katholikentags und die Landeswappen der acht teilnehmenden Länder am Katholikentag. Kardinal Christoph Schönborn betonte bei der Präsentation der Marken am Mittwoch im Erzbischöflichen Palais, dass die "kleinen Briefmarken mit religiösen Motiven große Boten der Frohen Botschaft" seien. Das, was das glaubende Herz bewegt, werde durch die Marken unter die Menschen gebracht, so der Kardinal.

Pater Karl Schauer, Superior von Mariazell, erinnerte an die Friedensvesper mit Papst Johannes Paul II. 1983 in Wien. Schon damals, als der Papst für ein Europa ohne Mauern und Zäune plädierte, sei der erste Anstoß zum Mitteleuropäischen Katholikentag erfolgt.
Auch die mahnenden Worte Johannes Pauls II. bei seinem letzten Pastoralbesuch in Österreich 1998, dass Europa größer sein müsse als nur die EU, sei von entscheidender Bedeutung. Die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell im Mai dürfe daher auch kein Schlusspunkt sein, sondern lediglich eine Station auf der großen "Baustelle Europa", so Schauer.

Die sechs neuen Sondermarken sind in Form eines Kreuzes angeordnet. Die Marke in der Mitte zeigt das Logo des Mitteleuropäischen Katholikentags, die Marke darüber Papst Johannes Paul II. in betender Haltung mit dem Kreuzstab in der Hand. Die linke Marke zeigt die Gnadenstatue von Mariazell. Auf der Marke rechts vom Logo ist die spätgotische Madonnenstatue mit Kind abgebildet, die auf der Mariazeller "Frauensäule" aufgestellt ist. Auf der Marke unter dem Katholikentagslogo ist das Schatzkammerbild zu sehen, das vom ungarischen König Ludwig dem Großen im 14. Jahrhundert gestiftet wurde. Die unterste Briefmarke schließlich zeigt die Mittelgruppe des prunkvollen Hochaltars, der Anfang des 18. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet wurde. Der Nennwert pro Marke beträgt 1,25 Euro, nur die Marke mit dem Katholikentags-Logo hat einen Nennwert von 55 Cents. Die Gesamtauflage beträgt 600.000 Blöcke.

Am oberen Blockrand ist der Ausgabeanlass angegeben: "Mitteleuropäischer Katholikentag 2003/2004", am unteren Rand finden sich die Wappen der am Katholikentag beteiligten Staaten: Österreich, Ungarn, Kroatien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Bosnien-Hercegovina und Polen. Am Blockrand ist um die sechs Marken herum die Fassade der Basilika Maria Geburt zu Mariazell mit dem gotischen Mittelturm und den beiden barocken Seitentürmen angedeutet. Die Marken wurden von den beiden Künstlern Alfred Tuma und Wolfgang Seidl gestaltet, die auch schon für die kürzlich erschienene Sondermarke anlässlich des Todes von Kardinal Franz König verantwortlich zeichneten.

Erich Haas, Leiter der Abteilung Philatelie der Post, betonte bei der Präsentation, dass dies der weltweit erste Briefmarkenblock in Form eines christlichen Kreuzes sei. Zugleich kündigte Haas für das Jahr 2005 zwei weitere Briefmarken mit christlichen Motiven an, die dem Heiligen Florian und dem Heiligen Josef gewidmet sind.

Die Präsentation des Briefmarkenblocks im Erzbischöflichen Palais war mit einem Sonderpostamt und einer Briefmerkenausstellung verbunden, die vom Philatelistenverein St. Gabriel organisiert wurde. Karl
Ohnmacht, Obmann des Vereins, unterstrich dabei den wertvollen Beitrag, den Marken für große kirchliche Ereignisse leisten können. Die Briefmarkenausstellung ist am Donnerstag und Freitag, jeweils von 9 bis 16.30 Uhr, im Erzbischöflichen Palais zu besichtigen.

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