Diözese Eisenstadt

 
Katholikentag: Soldaten pilgerten nach Sarajevo

Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten veranstaltete Pilgerfahrt zur Wallfahrtskirche von Stup, die auf Initiative von Bischof Werner wiederaufgebaut wurde (Kathpress, 7.5.04)

Als Beitrag zum Mitteleuropäischen Katholiken fand dieser Tage eine Militärpilgerfahrt nach Stup bei Sarajevo statt. Die im Bürgerkrieg zerstörte Wallfahrtskirche von Stup wurde auf Initiative des österreichischen Militärbischofs Christian Werner und mit Hilfe ehemaliger SFOR-Soldaten des österreichischen Bundesheeres wieder aufgebaut.

Die Wallfahrt wurde von der "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten" (AKS) durchgeführt. Zu den AKS-Angehörigen stieß in Sarajevo noch eine Pilgergruppe des Militärkommandos Steiermark.
Unter den Pilgern waren auch Militärgeneralvikar Prälat Rudolf Schütz sowie der ehemalige Kommandant der Landesverteidigungsakademie Wien, General Ernest König. Der Höhepunkt der Pilgerreise war ein Festgottesdienst für die Pilger und die Bevölkerung von Stup, den Militärbischof Werner zelebrierte.

Für die spirituelle Gestaltung der Pilgerreise war der Militärpfarrer beim Militärkommandos Vorarlberg, Militärdekan Otto Krepper, zuständig. Bei ihrer Ankunft in Sarajevo wurden die Pilger vom österreichischen Militärattache, Oberst Thomas Rapatz, empfangen.

Bosnier rettete Bischof Werner das Leben

Militärbischof Werner verbinden mit Sarajevo besondere Erinnerungen. Im Dezember 1994 hatte er mit einer Delegation österreichischer Bischöfe die Stadt Sarajevo - damals noch im Belagerungszustand - besucht. Bei einem Gottesdienst in einer zerstörten Kirche deutete ein Mann dem Bischof, einige Schritte zur Seite zu gehen, da er sich in der Ziellinie eines Heckenschützen befinde. Der Hinweis des
Bosniers war für den Bischof lebensrettend.

Der Wiederaufbau der Kirche von Stup war für den österreichischen Militärbischof auch eine Form der persönlichen Danksagung an die Menschen des unglücklichen Landes. Die Wallfahrtskirche von Stup lag während der Kämpfe um Sarajevo genau an der Kampflinie und wurde dabei vollständig zerstört.

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