Diözese Eisenstadt

 
"Wallfahrt der Völker": Auch für Verkehrsplaner große Herausforderung

Reibungslose An- und Abreise von bis zu 80.000 Pilgern in 1.000 Bussen und 10.000 PKW soll gewährleistet werden (Kathpress, 5.4.04)

Die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell stellt auch für die Verkehrsplaner eine große Herausforderung dar. Welche komplexen Planungen erforderlich sind, um den erwarteten Zustrom von bis zu 80.000 Pilgern aus den acht Teilnehmerländern des "Mitteleuropäischen Katholikentags" in geordnete Bahnen zu lenken, wurde bei einer Pressekonferenz des steirischen Landespressedienstes in Graz deutlich: Das dabei vorgestellte Verkehrskonzept, das der Generalsekretär der steirischen Katholischen Aktion, Stefan Kaltenegger, gemeinsam mit Oberstleutnant Wolfgang Staudacher vom Landesgendarmeriekommando Steiermark und Vertretern der Gendarmerie im Bezirk Bruck/Mur erarbeitet hat, soll die An- und Abreise für die Pilger möglichst reibungslos gestalten. Angesichts der relativ schwierigen Anfahrtswege und des beengten Raumes in und um Mariazell war die Planungsarbeit schwierig, wie bei der Pressekonferenz betont wurde.

Schon allein für die zu erwartenden 1.000 Busse und 10.000 PKWs geeignete Parkflächen zu finden, stellt eine große Herausforderung dar, so der Tenor der Planer. Wegen der örtlichen Gegebenheiten sei man von der "eisernen Regel" abgegangen, "dass die Leute dort einsteigen, wo sie ausgestiegen sind", so Kaltenegger. Die Ausstiegsstellen werden nicht mehr als zwei Kilometer vom Festgelände, dem Flugfeld von Mariazell, entfernt sein. Nach dem Gottesdienst muss man allerdings mit längeren Fußwegen - bis zu fünf Kilometer - rechnen, da die meisten Busse zu verschiedenen Parkräumen weitergeleitet werden. Deshalb werde nach dem Wallfahrtsgottesdienst ein Shuttle-Dienst für behinderte und ältere Menschen eingerichtet.
Um zu gewährleisten, dass alle Leute ihre Busse auch wieder finden, wird jeder anreisende Bus farblich markiert und numeriert. Jeder Buspilger bekommt einen Kontrollabschnitt zum Umhängen und kann
anhand einer Übersichtskarte wieder problemlos zu "seinem" Bus gelangen.

Die anreisenden PKW-Lenker werden zu Parkplätzen geleitet, die zwischen einem und drei Kilometern vom Festgelände entfernt sind. Da sich die PKW-Parkplätze auf Wiesenflächen befinden, die zum Teil bei Regen nicht benützt werden können, stehen bei Schlechtwetter PKW-Parkplätze nur in beschränktem Maße zur Verfügung. Gehbehinderte Personen müssen sich akkreditieren, um direkt zum Festgelände fahren zu können.

Das Verkehrskonzept geht von einem gleichmäßigen Zustrom am Samstag, 22. Mai, ab 5 Uhr früh aus. Da das Aussteigen Zeit braucht, wobei jeder Pilger ein Pilger-Paket und die Informationen für die Abreise bekommt, bitten die Verkehrsplaner um möglichst frühzeitige Anreise.
Am Festgelände wird es ab 6.30 Uhr ein Programm geben, die eigentliche Vorfeier beginnt um 8 Uhr.

Kaltenegger appellierte an alle Wallfahrer, sich bei der An- und Abreise in Geduld zu üben und etwaige Wartezeiten als Gemeinschaftserlebnis zu sehen und zu nützen. Trotz aller Planungen und Überlegungen - auch mit Hilfe einer High-Tech-Verkehrssimulation am PC zur Feststellung kritischer Punkte - ist den Verantwortlichen klar, dass schon relativ geringe Störungen, eine Panne oder ein
Unfall, sehr große Auswirkungen haben können. 380 Feuerwehrleute sowie Notärzte und Sanitäter stehen in Bereitschaft.

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