Erzdiözese Wien

 
Katholikentag: Hochkarätiges Symposion in Puchberg

Dreitägige Veranstaltung zum Thema "Gesellschaft und Wirtschaft im Umbruch" - Bischof Aichern, Erzbischof Martin von Dublin, Ministerin Rauch-Kallat und die "Sozialpartner" Verzetnitsch und Leitl unter den Referenten (Kathpress, 27.1.04)

Die Reihe der internationale Konferenzen zum Mitteleuropäischen Katholikentag (MEKT) wird ab Mittwoch mit einem hochkarätig besetzten Symposion im kirchlichen Bildungshaus Puchberg bei Wels fortgesetzt: "Gesellschaft und Wirtschaft im Umbruch - Kirchliche Mitwirkung im Zukunftsprojekt Europa" lautet der Titel der gemeinsam von den Bischofskonferenzen Österreichs, Kroatiens und Sloweniens veranstalteten Tagung. Bei der Tagung werden u.a. der Linzer Bischof Maximilian Aichern, der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, die "Sozialpartner" Christoph Leitl und Fritz Verzetnisch sowie der Pastoraltheologe Paul Zulehner das Wort ergreifen. Das Symposion endet am Freitag mit einem Empfang durch Landeshauptmann Josef Pühringer im Oberösterreichischen Landhaus.

Die Programmhöhepunkte: Am Mittwoch, 28. Jänner, zeichnen nach der Begrüßung durch Bischof Aichern der Dubliner Erzbischof Martin und Ministerin Rauch-Kallat "Megatrends" in Wirtschaft und Gesellschaft nach. "Wo steht die Kirche in der Gesellschaft Mitteleuropas?" lautet die Leitfrage der Ausführungen des Wiener Pastoraltheologen und Werteforschers Prof. Paul Zulehner am Donnerstagvormittag. P. Alois Riedlsperger von der Katholischen Sozialakademie Österreichs umreißt
am Nachmittag "Perspektiven der Sozialverkündigung", Prof. Johan Verstraeten vom "Centre for Ethics" an der Universität Löwen (Belgien) zeichnet anschließend "Perspektiven der Sozialethik". Um 17 Uhr steht eine Exkursion in die VOEST-Gemeinde Linz auf dem Programm.

Konkrete Handlungsfelder für das soziale Wirken der Kirche beleuchten Fachleute aus verschiedenen Bereichen am Freitagvormittag: Der Linzer Bischof Maximilian Aichern spricht über den Zusammenhang zwischen "Arbeitsrhythmen und Sonntags- bzw. Feiertagskultur". Um "kooperative Modelle des Interessenausgleichs und der Sozialpartnerschaft" geht es bei den Statements von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und ÖGB-Präsident Fritz Verzetnisch. Die Frage "Gibt es ein
europäisches Wirtschaft- und Sozialmodell?" beantworten Brigitte Marcher vom Renner-Institut und der frühere grüne Nationalrats-Abgeordnete und Leiter des Sozialreferats der Diözese Linz, Severin Renoldner. Beim abschließenden Empfang am Freitag Mittag im Oberösterreichischen Landhaus beleuchten Prälat Wilhelm Neuwirth vom Stift St. Florian das Thema "Christ und Wirtschaft" sowie Landeshauptmann Josef Pühringer die Fragestellung "Christ und Politik".

Mit dem Symposion wird die Reihe der insgesamt acht internationalen Konferenzen in jedem der Katholikentags-Länder fortgesetzt. Die Themen der weiteren Symposien sind "Wie werden wir morgen leben - Strategien angesichts der demographischen Entwicklung in Europa" (12.bis 14. März, Brünn/Brno), "Familie - im Mittelpunkt von Kirche und Gesellschaft? Neue Herausforderungen in der Ehe- und Familienpastoral" (23. bis 25. April, Zagreb) sowie "Landwirtschaft - ländlicher Raum" (13. bis 16. Mai, Warschau).

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