Diözese Eisenstadt

 
Kardinal Schönborn trifft mit EU-Kommissionspräsident Prodi zusammen

Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz reist mit Delegation des Leitungsausschusses des Mitteleuropäischen Katholikentags nach Brüssel (Kathpress)

Kardinal Christoph Schönborn wird am kommenden Montag, 13. Jänner, in Brüssel mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, zusammentreffen. Der Wiener Erzbischof und Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz reist mit einer Delegation des Leitungsausschusses des Mitteleuropäischen Katholikentags 2003/2004 in die Europa-Kapitale.
Mitglieder der Delegation sind u.a. die Chefs der Bischofskonferenzen von Bosnien-Hercegovina (Franjo Komarica/Banja Luka), Kroatien (Josip Bozanic/Zagreb), Ungarn (Istvan Seregely/Eger) sowie Vertreter der Episkopate von Polen, der Slowakei, Sloweniens und der Tschechischen Republik. Österreichische Mitglieder der Delegation sind auch der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Msgr. Ägidius J. Zsifkovics, der Leiter des Katholikentags-Büros, Paul Wuthe, und der Mariazeller Superior P. Karl Schauer. Der Mitteleuropäische Katholikentag startet am heurigen 31. Mai/1. Juni; Höhepunkt und Abschluss ist die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell am 22./23. Mai 2004.

Die von Kardinal Schönborn geleitete Delegation wird in Brüssel auch Gespräche mit Vertretern der für die EU-Erweiterung zuständigen Generaldirektion führen. Die Delegation wird zwei Mal den Gottesdienst in der Auferstehungskapelle in der Rue Van Maerlant im Brüsseler EU-Viertel feiern; die Kirchenfenster für diese Kapelle wurden von den österreichischen Bundesländern finanziert. Die Fenster wurden nach Entwürfen des Wiener Künstlers Thomas Reinhold von der Glasmalerei des oberösterreichischen Stiftes Schlierbach in Schmelzglastechnik hergestellt. Die fünf Fenster zeigen die Schöpfung, den brennenden Dornbusch, die Menschwerdung Christi, die Auferstehung und das Pfingstwunder.

Die Auferstehungskapelle wurde 2001 als ökumenisches Begegnungszentrum im Herzen des Europaviertels eingeweiht. Auf Initiative der Jesuiten hatte ein Trägerverein das Gebäude für 1,5 Millionen Euro erworben und restauriert. Die Kapelle aus dem Jahr 1908 steht an der Stelle einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die gemeinsam mit dem zugehörigen Van-Maerlant-Kloster zu Beginn des 20. Jahrhunderts Neubauten weichen musste.

Die katholische Kirche betrachtet den Mitteleuropäischen Katholikentag als "spirituellen Beitrag" zur "Wiedervereinigung Europas". Der "Mitteleuropäische Katholikentag" sei ein Signal für die "völkerverbindende Kraft der katholischen Kirche".

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