"Wallfahrt der Völker": Keine Unstimmigkeiten mit Exekutive mehr
Missverständnisse in Sachen Verkehrskonzept wurden ausgeräumt (Kathpress, 14.5.04)
Die Unstimmigkeiten und Missverständnisse in Sachen Verkehrskonzept für die "Wallfahrt der Völker" sind ausgeräumt: Bei einer Pressekonferenz am Freitag in St. Pölten demonstrierten der Landesgendarmeriekommandant von Niederösterreich, Brigadier Arthur Reis, Philipp Enzinger von der
Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld und der für die Verkehrsplanung der Wallfahrt zuständige Generalsekretär der steirischen Katholischen Aktion (KA), Stefan Kaltenegger, Einmütigkeit. Das Verkehrs- und Sicherheitskonzept sei gemeinsam erarbeitet worden. Es habe lediglich einige Irritationen in der Rechtsauffassung gegeben, sagte Brigadier Reis. Einerseits könne jeder Beamte an Ort und Stelle verkehrsleitende Maßnahmen setzen, andererseits sei nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes für eine vorauszusehende Ansammlung von mehr als 300 Fahrzeugen eine Verordnung notwendig, die von der zuständigen Behörde, der Bezirkshauptmannschaft, zu erlassen sei.
"Ich glaube, dass die Stellungnahmen der vergangenen Tage wesentlich dazu beigetragen haben, dass es ein konstruktives Zusammenrücken geben hat", so Reis. Man hoffe, dass ab kommenden Dienstag diese Verordnung "auf dem Tisch" liege. Philipp Enzinger bestätigte, dass es keinerlei inhaltliche Differenzen zwischen Veranstalter, Behörde und Exekutive gegeben habe. Es sei nur eine Frage des Festschreibens gewesen, die lediglich im Ernstfall notwendig sei.
Die Teilnehmer an der "Wallfahrt der Völker" müssen naturgemäß mit Verzögerungen und Staus rechnen. Von den insgesamt bisher gemeldeten 1.700 Bussen werden 760 über die B 20 aus dem Norden anreisen, erklärt Kaltenegger. Im Bezirk Lilienfeld stehen 60 Gendarmeriebeamte, zwei Notarztwägen, ein Notarztmotorrad und alle betroffenen Feuerwehren sowie das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Straßenmeisterei, ÖAMTC und ARBÖ bereit. Weiters seien für diese Veranstaltung zwei Notarzthubschrauber abgestellt, weitere acht könnten innerhalb von 20 Minuten in Mariazell eintreffen. Zudem habe das Krankenhaus Lilienfeld an diesem Tag seinen Dienst verstärkt.
Der Zellerrain und das Niederalpl werden an diesem Tag für den Verkehr gesperrt. Neuerlich wurde in St. Pölten appelliert, nach Möglichkeit die Anreise mit dem Privat-PKW zu meiden und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Mariazellerbahn führt sechs Sonderzüge nach Mariazell.
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