Arge Pastoral- und Seelsorgeämter

 
Das Pilgerkreuz am Veitscher Ölberg

2004 – ein heute schon als historisch zu bezeichnendes Jahr, in dem doch nicht weniger als 10 Staaten, welche noch vor wenigen Jahren durch den „Eisernen Vorhang“ vom Rest Europas getrennt waren, in den europäischen Wirtschaftsraum eingetreten sind.

Ein Akt der Völkerverbindung, Wege und Strassen führen verschiedene Nationalitäten zusammen und bilden Kreuzungspunkte, wo sich Menschen treffen, miteinander reden und historische Barrieren abbauen können.

Ein Kreuzungspunkt für das Zusammentreffen von Menschen verschiedenster Rassen, Religionen und Nationalitäten entstand auch in der Veitsch, einem kleinen Ort in der Steiermark inmitten der herrlichen Mürztaler Bergwelt. Nicht nur die beiden wichtigsten Weitwanderwege, jener vom Peloponnes bis zu den Pyrenäen (E 4) und jener von der Ostsee bis zur Adria (E 6) kreuzen sich hier, auch der bekannte Mariazellerweg 06, einer der ältesten Wallfahrtswege Europas, führt durch diese von Wanderern oft als Geheimtipp bezeichnete Region hindurch.

So wurde schon vor über 10 Jahren, im Jahr 1991, vom Veitscher Alois Paar die Idee geboren, an eben diesem Kreuzungspunkt auch ein sichtbares Zeichen zu setzen – ein weltweit einzigartiges, begehbares Kreuz auf dem Veitscher Ölberg, wo vor vielen Jahrzehnten Wetterkreuze standen, welche im Krieg zerstört wurden. Überall bilden großartige Bauwerke, egal ob künstlicher oder natürlicher Art, den Mittelpunkt von Andachtsstätten.

Artikelimage12 Jahre später war es dann soweit – der Bau zum größten Pilgerkreuz der Welt (Höhe 40m) begann im Herbst 2003 und wurde im Frühjahr 2004 beendet.

Das größte Pilgerkreuz der Welt steht als Symbol für alle Pilger und Wallfahrer, als Zeichen für den Frieden, aber auch als Zeichen atemberaubender Architektur vor dem Betrachter. Der gesamte Bau wurde von der Fa. Kohlbacher in einer Holz- und Stahlkonstruktion mit dem jahrzehntelangen Wissen von einheimischen Fachleuten errichtet.

Das begehbare Innere des Kreuzes ist, entsprechend der Schöpfungsgeschichte, in 7 thematisch unterschiedlich gestaltete Kammern unterteilt, wobei eine davon, nämlich der KREUZungspunkt der Arme als Meditations- und Andachtsraum sowie für Trauungen etc. vorgesehen ist.

Daneben bietet die Veitsch auch eine ideale touristische Infrastruktur mit Betrieben wie etwa dem Erlebnisbad mit einer neuen Kletterwand sowie Beherbergungs- und Gastbetrieben. Alles inmitten des herrlichen Wander- und Skitourengebietes der Hohen Veitsch und der Almen rund um das Tal.
Schneeschuhtouren, Langlauf, das Skigebiet auf der Brunnalm oder im Sommer Nordic Walking, Mountainbiketouren und Wandern - oder einfach nur Ausspannen im Angesicht des weltgrößten Pilgerkreuzes.
Auch andere Projekte konnten bereits mit dem weltgrößten begehbaren Pilgerkreuz verbunden werden, so etwa das Kulturprojekt WEGArt, der Mitterdorfer „Boxenstop für Pilger“ oder das touristische und infrastrukturelle Leitprojekt „Region der Wege“.

Daten zum größten begehbaren Holzkreuz der Welt:
Ort: Sattlerkogel in Veitsch/Steiermark,
Höhe: 40m
Bauherr: Verein „Pilgerkreuz am Veitscher Ölberg“
Baufirma: Fa. Kohlbacher, Langenwang
Kosten: ca. € 750.000.-, kofinanziert durch das Land Steiermark, durch das EU – Förderprogramm Leader+, der Marktgemeinde Veitsch, der Fa. Kohlbacher und Material der Waldbesitzer und der RHI Veitsch
Informationen:www.pilgerkreuz.at

Text © Steininger Andreas 2004

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