Katholische Kirche in Österreich

 
6.000 Jugendliche aus Mitteleuropa pilgern nach Mariazell

Internationales Komitee aus allen acht Katholikentags-Ländern bereitete umfassendes Programm vor - Junge Pilger werden in Großzelten nahe dem Flugfeld untergebracht (Kathpress, 14.5.04)

Die "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell wird auch zu einem Jugendevent ersten Ranges: Rund 6.000 junge Pilger aus allen acht Teilnehmerländern werden beim Jugendtreffen von 21. bis 23. Mai in Mariazell erwartet, so Bundesjugendseelsorger Christian Wiesinger im Gespräch mit "Kathpress". Höhepunkte des Jugendprogramms sind die Nacht des Gebets am Freitag, 21. Mai, ab 20 Uhr in der Mariazeller Basilika, ein Fest rund um die Hauptbühne am Samstagabend sowie ein abschließender Jugendgottesdienst am Sonntag um 11 Uhr auf dem Flugfeld. "Neben dem gestalteten Programm mit Workshops, Musik und Kultur sowie Gesprächsgruppen liegt der Wert des Treffens auch in den Pausen", unterstrich Wiesinger. Gemeinsam zu essen, zu wohnen und zu feiern trage zu grenzüberschreitendem Verständnis bei. Es werde zu einem intensiven Austausch über die Frage kommen: "Was heißt es, jung, was heißt es, Christ zu sein in einem anderen Land?"

Die jungen Pilgerinnen und Pilger aus Österreich werden mit rund 1.500 Teilnehmern das größte Kontingent stellen, außerdem werden 1.000 polnische Jugendliche sowie 300 bis 800 junge Leute umfassende Kontingente aus den anderen Ländern Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Hercegovina erwartet, dazu kommen Tagesgäste. Rund 800 Jugendliche werden laut der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ) zu Fuß nach Mariazell kommen, 200 werden per Rad anreisen.

Untergebracht werden die Wallfahrer in einer Zeltstadt nahe dem Flugfeld. Die dafür angemieteten Großzelte sind laut Wiesinger mit Duschcontainern und Mobil-WCs ausgestattet, die Verköstigung erfolgt durch die Catering-Firma, die für die gesamte "Wallfahrt der Völker" beauftragt wurde. Die Planungsarbeit leistete ein internationales Jugend-Komitee mit Jugendverantwortlichen aus allen acht Ländern.

Europa stehe vor großen Aufgaben, erklärte Österreichs "Jugend-Bischof" Franz Lackner im Blick auf das Jugendtreffen. Es werde wesentlich von den jungen Menschen abhängen, welche Prägung Europa in den nächsten Jahren bekommen wird. Bischof Lackner lud die Jugendlichen ein, die "Chance Mariazell" zu nützen, um im gemeinsamen Beten und Feiern an einem christlichen Europa mitzubauen, aber auch sichtbar zu machen, dass Europa bereits eine christliche Seele hat: "Wir brauchen das Zeugnis des Evangeliums, des Gebets und des konkreten Handelns". Auch Bundesjugendseelsorger Wiesinger sieht die Veränderung Europas in politischer und sozialer Hinsicht als Herausforderung für junge Christen, diese Veränderung aktiv mitzugestalten: "Wir wollen die Partizipationsmöglichkeiten Jugendlicher in den Blick nehmen und unterstützen".

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