Erzdiözese Wien

 
Mariazell: Wallfahrt wird Veranstaltung der Superlative

Die "Wallfahrt der Völker" am Samstag in Mariazell wird zu einer Veranstaltung der Superlative und ist mit Abstand die größte Wallfahrt, die das steirische Marienheiligtum jemals erlebt hat. (Kathpress, 19.5.04)

Das 300.000 Quadratmeter große Festgelände ist für gut 100.000 Personen bemessen. Für die Aufbauten, Bühne, Zelte usw. lieferten in den vergangenen Wochen 89 Sattelzüge das Material nach Mariazell, darunter 10.000 Quadratmeter Schwerlastböden und 4.000 Quadratmeter Leichtlastböden, um die Wiese des Mariazeller Flugfeldes nicht zu zerstören. Die aufgestellten Zelte haben eine Fläche von 30.000 Quadratmetern. Herangeschafft wurden auch 1.000 Meter Alu-Traversen, zwei 19 Meter hohe Kräne, 120 Kubikmeter Holz, 550 mobile WC-Boxen und 64 WC-Container. Ein Kilometer Abflussrohre, zwei Kilometer Wasserzuleitungen mit einem stündlichen Durchlauf von 2.000 Litern wurden verlegt, zwölf Containertribünen wurden errichtet und 1.270 Meter Zäune und Gitter aufgestellt.

Nach dem Festgottesdienst werden die Pilger mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Wahlweise gibt es Gulaschsuppe oder Gemüseeintopf. Insgesamt werden dafür sieben Tonnen Gemüse, zwei Tonnen Fleisch und 20.000 Liter Wasser verkocht. Dazu gibt es 3.800 Kilogramm Brot. Das Essen liefert ein Wiener Catering-Service in vier LKWs. 300 Rotkreuz-Mitarbeiter werden die 80.000 Mahlzeiten ausgeben. Dazu wurden aus ganz Österreich Feldküchen nach Mariazell gebracht. Um am Samstag die mindestens 80.000 Pilger rasch versorgen zu können, müssen an den insgesamt 120 Ausgabestellen 440 Essen pro Minute ausgegeben werden. Für 6.000 Jugendlichen stehen zusätzlich 875 Liter Milch bereit, die für zwei Mal Frühstück benötigt werden.

Sicherheit groß geschrieben

Auch die Sicherheit wird in Mariazell groß geschrieben. Gendamerie, Feuerwehr, Bundesheer und Rettung sind bei der "Wallfahrt der Völker" im Großeinsatz. Rund 1.000 Soldaten des Bundesheeres sollen zusammen mit 450 Exekutivbeamten der Gendarmerie an Ort und Stelle für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Für die Anreise sind 120, für die Abreise 75 Gendarmen abbestellt, je nach Bedarf kommen Beamte aus Niederösterreich und der Steiermark hinzu. Der Luftraum über Mariazell ist zum Wochenende für zivile Flugzeuge gesperrt. Abfangjäger des Bundesheeres werden aus großer Höhe die Veranstaltung überwachen. Das Heeres-Fernmelderegiment hat 62 Kilometer Telefonleitungen und Richtfunkstrecken aufgebaut. Für den Schutz der prominenten Gäste sorgen Cobra-Beamte. Die Feuerwehr ist mit 400 Mann im Einsatz.

Über 160 Sanitäter des Malteser-Hospitaldienstes und des Österreichischen Roten Kreuzes sind im Einsatz. Sie sind auf Grund der besonderen lokalen Gegebenheiten auf 25 Fußtrupps aufgeteilt. Die Sanitäter sind mit Erste-Hilfe Rucksäcken und fahrbaren Tragen ausgestattet und im gesamten Veranstaltungsareal unterwegs. Darüber hinaus stehen vier Sanitätshilfsstationen mit Behandlungsbetten und ärztlicher Versorgung zur Verfügung. 14 Ärzte und 41 Rettungswagen stehen von Freitag bis Sonntag rund um die Uhr in Bereitschaft.

Rund um die Uhr einsatzbereit sind auch drei Hubschrauber, zwei vom ÖAMTC und einer des Bundesheeres. Weitere Hubschrauber stehen in nahe gelegenen Städten für Notfälle bereit. Auch im Landeskrankenhaus Mariazell hat man sich besonders vorbereitet und eine Großambulanz mit erhöhter ärztlicher Bereitschaft eingerichtet. Zehn Dolmetscher stehen überdies im Krankenhaus zur Verfügung.

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