Tschechische Jugendliche pilgern zu Fuss nach Mariazell
Bischof Lobkowicz führt die Gruppe an - Auch die Wiener Katholische Hochschulgemeinde beteiligt sich "per pedes" an der "Wallfahrt der Völker" (Kathpress, 17.5.04)
Rund 180 tschechische Jugendliche haben sich zu Fuss mit dem Ostrauer Bischof Frantisek Lobkowicz auf den Weg nach Mariazell gemacht. Sie folgen jener alten Pilgerstraße nach Süden, auf der schon vor mehr als 600 Jahren ihre Vorfahren aus Mähren nach Mariazell gingen. "Wir marschieren tapfer und fleißig, um am Freitag Nachmittag pünktlich zum Jugendprogramm in Mariazell zu sein", so Bischof Lobkowicz im Gespräch mit "Kathpress". Am Abend des 17. Mai werden die Pilger in der Waldviertler Wallfahrtskirche Maria Dreieichen erwartet. Dort wird Bischof Lobkowicz das neu renovierte Turmkreuz der Basilika segnen, das dann auf die Turmspitze aufgesetzt wird. Die weiteren Stationen der tschechischen Wallfahrer: Langenlois, St. Pölten, Türnitz und schließlich Mariazell.
Am Dienstagmorgen werden sich rund 40 Pilger der Wiener Katholischen Hochschulgemeinde von Heiligenkreuz aus auf den Weg nach Mariazell machen. "Wir übernachten in Heustadln, bekommen eine Mittagssuppe in Wirtshäusern und Hütten, zum Frühstück eine heiße Milch und Tee", so Hochschulseelsorger Konstantin Spiegelfeld über die gut 50-jährige Tradition der Hochschulgemeinde, rund um Christi Himmelfahrt auf eine "bewusst einfache Weise" nach Mariazell zu pilgern.
Am Donnerstag wird im niederösterreichischen St. Ägyd eine weitere Jugendgruppe zu den Wiener Pilgern stoßen, sodaß insgesamt etwa 110 Jugendliche der Hochschulgemeinde in Mariazell dabei sein werden. Spiegelfeld zur "Kathpress": "Es ist immer schön, gemeinsam unterwegs zu sein, diesmal mit besonders vielen Glaubensgeschwistern aus den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern". Die "Wallfahrt der Völker" sei insofern auch ein wichtiger Impuls für die Zukunft. Die körperliche Anstrengung öffne die jungen Menschen für das "Wesentliche im Leben, für Gott". Wer zu Fuß nach Mariazell komme, sei dafür bestens vorbereitet, so Spiegelfeld.
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