Erzdiözese Salzburg

 
ORF und Kirchen verbindet "Allianz für das Gute"

Kardinal Schönborn und Generaldirektorin Lindner betonen bei traditioneller Adventbegegnung des Wiener Erzbischofs mit dem ORF gute Zusammenarbeit beim Mitteleuropäischen Katholikentag. (Kathpress, 11.12.03)

Die Zusammenarbeit beim Mitteleuropäischen Katholikentag sei ein Beispiel für jene "Allianz für das Gute", die den ORF immer wieder mit den Kirchen und vielen gesellschaftlichen Gruppen verbindet, sagte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend im Wiener Erzbischöflichen Palais bei der traditionellen Advent-Begegnung mit dem ORF (die seit 1975 alljährlich stattfindet). Auch die ORF-Generaldirektorin Monika Lindner würdigte die Bedeutung des Mitteleuropäischen Katholikentages. "Der Mitteleuropäische Katholikentag ist ein wesentlicher Beitrag der Kirche zur Erweiterung der Europäischen Union und zur Überwindung der 'inneren' Grenzen", so Lindner wörtlich. Es gehe darum, die Menschen in Mitteleuropa auch geistig wieder zusammenzuführen. Zugleich unterstrich die ORF-Generaldirektorin die "gute Gesprächsbasis" mit den Kirchenvertretern in den ORF-Gremien.

Monika Lindner erinnerte daran, dass in Europa wenig andere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten dem religiösen Bereich so viel Bedeutung einräumen wie der ORF. Im Radio gebe es derzeit 4 Stunden 30 Minuten religiöses Programm pro Woche, im Fernsehen drei Stunden 20 Minuten. Die Übertragung der katholischen Messe an jedem Sonn- und Feiertag werde von 600.000 bis 870.000 Menschen gehört. Auf der ORF-Website seien auf den Bereich "religion.orf.at" pro Monat 500.000 Zugriffe zu verzeichnen. Religion komme aber auch in anderen Programmsparten vor, unterstrich die ORF-Generaldirektorin und verwies auf den Hauptabendfilm "Ein Leben für den Frieden - Papst Johannes XXIII.", der am kommenden Montag ausgestrahlt wird. Der Produzent der deutschsprachigen Version des Films, Jan Mojto, war bei der Adventbegegnung anwesend.

Kardinal Schönborn betonte die Bedeutung der "Wallfahrt der Völker" nach Mariazell, die am 22. Mai 2004 Höhepunkt des Mitteleuropäischen Katholikentags sein wird. Mariazell als Zielpunkt sei keine österreichische Idee gewesen, betonte Schönborn, vielmehr hätten die Bischofskonferenzen der anderen sieben Teilnehmerländer einstimmig für den steirischen Marienort plädiert: "Mariazell ist ein Ort, der die Völker verbindet und das Gemeinsame herausstellt". In Mariazell werde das Miteinander über alle Verwundungen durch Ideologien, Nationalismen und Kriege spürbar.

Bei der Adventmeditation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ORF in der Franziskanerkirche hatte der Wiener Erzbischof darauf verwiesen, dass auch heute die Feste des Kirchenjahrs die "Marksteine" der allgemeinen Zeiteinteilung sind, auch wenn sich die Christen manchmal wie Vertreter eines "Minderheitenprogramms" vorkommen. Der Advent sei eine Zeit der Sehnsucht, des Wartens "auf einen, der da ist, unsichtbar, verborgen, aber wirklich". Vielleicht sei es das, was von Jahr zu Jahr mehr Menschen bewege, in der Adventzeit am frühen Morgen in die "Rorate"-Messen zu gehen. Bei diesen Messfeiern um 6 Uhr oder 6.30 Uhr seien immer viele junge Menschen anzutreffen, betonte der Wiener Erzbischof.

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