Kardinal Schönborn am "Sonntag der Barmherzigkeit" in Krakau
Mehr als 40.000 Pilger aus aller Welt nahmen am Festgottesdienst im neuen "Heiligtum der göttlichen Barmherzigkeit" in Krakau-Lagiewniki teil (Kathpress, 18.4.04)
Mehr als 40.000 Pilger aus aller Welt nahmen am Sonntag am feierlichen Gottesdienst im neuen "Heiligtum der göttlichen Barmherzigkeit" in Krakau-Lagiewniki teil. In der katholischen Kirche wird der Sonntag nach Ostern seit dem Heiligen Jahr 2000 als "Sonntag der Barmherzigkeit" begangen; das neue Fest geht auf die Visionen der im Jahr 2000 heilig gesprochenen Krakauer Ordensfrau Faustyna Kowalska zurück. Unter den Konzelebranten des Krakauer Erzbischofs, Kardinal Franciszek Macharski, im Heiligtum von Lagiewniki war auch Kardinal Christoph Schönborn. Der Wiener Erzbischof sagte nach dem Gottesdienst, er sei nach Lagiewniki gepilgert, um im Zeichen des Mitteleuropäischen Katholikentags mit den Gläubigen aus den neuen Mitgliedsstaaten zu beten. Es gehe darum, "gemeinsam auf Christus zu schauen", im Sinn des Katholikentags-Mottos sei Christus die "Hoffnung Europas". Als Kardinal Schönborn auf polnisch sagte "Jesus, ich vertraue auf Dich", brandete spontaner Applaus auf.
Kardinal Macharski sagte in seiner Predigt, Polen und Krakau freuten sich mit der Heiligen Faustyna und ihrem Werk. Das neue Fest des "Sonntages der Barmherzigkeit" sei ein "dramatischer Appell Jesu". Seit Samstagabend wurden in Lagiewniki rund 120.000 Pilger gezählt, darunter Gruppen aus Österreich, der Slowakei, Ungarn, Frankreich, Italien, den USA, Japan, Indien und den Philippinen. In dem Krakauer Vorort bildeten sich kilometerlange Schlangen von Gläubigen, die die Reliquien der Heiligen Faustyna verehren wollten. Lange Reihen von Menschen standen auch vor den rund 70 Beichtstühlen im "Heiligtum der göttlichen Barmherzigkeit".
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