Diözese Eisenstadt

 
Festgottesdienst am 22. Mai 2004

Der steirische Wallfahrtsort Mariazell rüstet sich für die größte Wallfahrt seiner rund 850jährigen Geschichte. Zum Festgottesdienst der "Wallfahrt der Völker" am 22. Mail 2004, dem Höhepunkt des Mitteleuropäischen Katholikentages, werden rund 80.000 Pilger aus ganz Europa erwartet. (Pressestelle Graz-Seckau)

Gastgeber sind die Bischofskonferenzen der Länder Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich.

Dem Festgottesdienst unter dem Motto „Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2, 5) steht in Vertretung des Heiligen Vaters Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano vor. Als päpstlicher Legat wird Sodano eine Grußbotschaft von Papst Johannes Paul II. verlesen. Für die gastgebende steirische Diözese Graz-Seckau begrüßt Diözesanbischof Egon Kapellari die Pilger. Die Predigt hält der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn. Mit ihnen feiern die Vorsitzenden der weiteren sieben einladenden Bischofskonferenzen, rund 150 Kardinäle und Bischöfe und mehr als 1.000 Priester.

Für die mitfeiernden Kardinäle und Bischöfe nähten und bestickten Kreuzschwestern des steirischen Stiftes Rein und Ordensschwestern aus Kroatien 300 Messkleider. Kroatische Ordensschwestern fertigten auch 1.200 Stolen für die Priester. Entworfen wurden Messkleider und Stolen, die nach der „Wallfahrt der Völker“ weiterverwendet werden, von der steirischen Künstlerin Edith Temmel.

Die 90.000 Hostien für den Gottesdienst wurden von Karmelitinnen aus Mariazell gebacken. Beim Festgottesdienst werden die Hostien von 400 Kommunionspendern, Priestern aus allen acht Teilnehmerländern, ausgeteilt. 600 Ministrantinnen und Ministranten, davon 400 aus der Steiermark, tragen die Liturgie mit: Ein Teil der Kinder bei der Gabenbereitung, der andere als Faculanten (Lichtträger). Rund 1.000 Chorsängerinnen und Chorsänger aus allen acht einladenden Ländern gestalten den Festgottesdienst musikalisch. Den Kern des Chores bilden der Domchor Dubrovnik, der Domchor Graz sowie weitere steirische Chöre.

Der Gottesdienst wird gleichermaßen von allen acht gastgebenden Ländern gestaltet. Seinen Abschluss bildet eine eigens verfasste „Botschaft von Mariazell“. Die Vorsitzenden der acht Bischofskonferenzen verlesen je einen Teil dieser Botschaft in ihrer jeweiligen Sprache. Jeder Pilger bekommt einen Folder mit der „Botschaft von Mariazell“ und dem abschließenden Weihegebet.

Zum Mitfeiern erhält jeder Pilger ein Pilgerbuch mit den liturgischen Texten in allen sieben Sprachen und ein kleines Radiogerät. Damit kann die Simultanübersetzung des gesamten Gottesdienstes in der jeweiligen Muttersprache gehört werden. Über Eurovision wird der Gottesdienst am 22. Mai 2004 ab 11.00 Uhr in vielen Ländern Europas live übertragen.


Zahlen und Fakten zum Festgottesdienst am 22. Mai 2004:
150 Kardinäle und Bischöfe
300 Messkleider (genäht und bestickt von Kreuzschwestern des steirischen Stiftes Rein sowie von Ordensschwestern aus Kroatien)
600 Ministrantinnen und Ministranten, davon 400 aus der Steiermark
1.000 Chorsängerinnen und Chorsänger
1.200 Priester aus acht Ländern
1.200 Stolen (genäht und bestickt von Ordensschwestern aus Kroatien)
90.000 Hostien (gebacken von Karmelitinnen aus Mariazell)
110.000 Pilgerbücher in sieben Sprachen

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