"Schritte der Versöhnung"
Auf die "europäische Wiedervereinigung" ging Kardinal Schönborn bei der Jahresschlussandacht im Wiener Stephansdom ein. (Kathpress)
Das kommende Jahr sei das Jahr der Vorbereitung auf die Ost-Erweiterung der Europäischen Union, erinnerte der Wiener Erzbischof. Auch im kirchlichen Bereich werde das Jahr 2003 von "Schritten der Versöhnung" gekennzeichnet sein, um die "Gräben zwischen den Völkern" zu überbrücken. So werde 2003 der Mitteleuropäische Katholikentag ausgerufen. Dieser Katholikentag werde im Jahr 2004 in Mariazell in einem "Fest des Glaubens" seinen Höhepunkt finden.
Das neue Jahr werde im kirchlichen Bereich aber auch als "Jahr der Bibel" begangen, betonte der Wiener Erzbischof. Für katholische, evangelische und orthodoxe Christen bedeute dieses Jahr eine Einladung, aus dem Evangelium "Wegweisung für ihr Leben" zu empfangen. Zugleich sei das Jahr 2003 für die Katholiken auch das "Jahr des Rosenkranzes", jenes schlichten Gebetes, das Halt biete.
Für Wien sei 2003 auch Jahr der großen Stadtmission, unterstrich Kardinal Schönborn. Alle seien in diesem Jahr eingeladen, "Zeugen des Evangeliums" zu sein. Der Kardinal appellierte an die Gläubigen, im Jahr der Stadtmission die "Tore der Kirchen und der Herzen" zu öffnen.
Kardinal Schönborn erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass Papst Johannes Paul II. im August in Lagiewniki bei Krakau das neue Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit eingeweiht hat. Die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes, wie sie die Heilige Faustyna Kowalska formulierte, sei für die Menschen von heute besonders wichtig. Mit dieser Botschaft könnten alle "voll Vertrauen in das neue Jahr gehen".
[Druckansicht]
|