Kirchenvertreter trafen mit griechischem Europaminister zusammen
Bei einem Treffen mit dem griechischen Europaminister Tassos Giannitsis haben Vertreter der christlichen Kirchen die Forderung nach einem religiösen Bezug in der künftigen EU-Verfassung erhoben. Griechenland hat derzeit den EU-Vorsitz inne.
Das künftige Europa könne nicht ohne eine Bezugnahme auf die Rolle des Christentums auskommen, erklärten die Vertreter der Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE) und der "Konferenz Europäischer Kirchen" (CEC) am Mittwoch in Brüssel.
Bei dem Treffen mit dem griechischen Europaminister ging es auch um die bevorstehende EU-Erweiterung. Die Kirchen machten ihre Unterstützung für den andauernden Erweiterungsprozess deutlich. Angesprochen wurden auch Fragen der Bioethik, der Sozialpolitik, der Einwanderung und der Bildung.
Die Kirchenvertreter äußerten zugleich ihre Sorge über die Lage im Nahen Osten. Dabei wurde eine friedliche Lösung im Rahmen der Vereinten Nationen verlangt.
In die ComECE entsenden die Bischofskonferenzen aller 15 EU-Länder Vertreter; Bischofskonferenzen der Beitrittsländer sind assoziierte Mitglieder. In der CEC sind mehr als 120 orthodoxe, anglikanische, altkatholische und protestantische Kirchen aus Europa zusammengefasst.
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