Slowakei: Papstbesuch im "Rosenkranz-Jahr" am Fest Mariä Namen
Johannes Paul II. wird von 12. bis 14. September in der Slowakei erwartet (Kathpress)
Papst Johannes Paul II. soll laut Planung der Slowakischen Bischofskonferenz seinen für September anberaumten zweiten Slowakei-Besuch, der in das "Jahr des Rosenkranzes" fällt, am Fest "Mariä Namen" (12. September) beginnen. Der Rückflug ist für Sonntag, 14. September, geplant. Das gab der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Bischof Frantisek Tondra, am Dienstag bekannt.
Der slowakische Staatspräsident Rudolf Schuster hatte bei seinem Vatikan-Besuch am 28. Oktober 2002 den Papst nach Preßburg eingeladen. Eine neuerliche Visite Johannes Pauls II. wäre - so Schuster damals - eine "Hilfe" für sein Land, das nach wie vor "Ermutigung" benötige.
Bereits vor einer Woche hatte der päpstliche "Reisemarschall", Prälat Renato Boccardo, im Gespräch mit Vatikan-Journalisten inoffizielle Papstreise-Daten für 2003 bekannt gegeben: 3./4. Mai Besuch in Spanien; am 8. Mai - als Großereignis im Rahmen des "Rosenkranz-Jahres 2003" - ein Besuch im süditalienischen "Santuario della Madonna del Rosario" in Pompei; 5. bis 8. Juni Besuch in Kroatien; 22. Juni eintägige Reise nach Bosnien (Sarajevo und Banja Luka) sowie 13./14. September Besuch der Slowakei. Für den ebenfalls geplanten Auftritt Johnnes Pauls II. vor dem EU-Parlament in Straßburg gebe es hingegen zur Zeit noch kein Datum, so Boccardo.
Der erste Slowakei-Besuch Johannes Pauls II. erfolgte im Juli 1995. Höhepunkt war die Heiligsprechung der drei "Kaschauer Märtyrer" des Jahres 1619 - P. Melichar Grodziecky, P. Stefan Pongracz und Marek Krizin - am 2. Juli in Kosice (Kaschau).
Im Zuge des vorjährigen Vatikan-Besuchs von Staatspräsident Schuster war auch das Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Slowakei zur Militärseelsorge ratifiziert worden. Am Dienstag wurde in Preßburg von der Bischofskonferenz die Ernennung des künftigen Militärbischofs bekannt gegeben. Diese Funktion wird der Weihbischof von Nitra, Frantisek Rabek, übernehmen. Er wird auch für die Polizeiseelsorge zuständig sein. In dem im Oktober ratifizierten Abkommen über die Militärseelsorge ist die Seelsorge unter katholischen Angehörigen der Armee und der Polizei geregelt.
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