30. Dreiländer-Treffen der Moraltheologen in Innsbruck
Im Mittelpunkt der Begegnung stand "die erweiterte EU als Herausforderung an die Kirchen und die theologische Ethik" - Moraltheologen plädieren für "Koalition der Nachdenklichen" für die Grundwerte (Kathpress)
"Die erweiterte EU als Herausforderung an die Kirchen und die theologische Ethik" stand im Mittelpunkt des 30. Treffens der Moraltheologen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in Innsbruck. Gründer und Animator dieser "kleinen Moraltheologen-Kongresse" ist der emeritierte Innsbrucker Moraltheologe P. Hans Rotter SJ.
"Es ist die Aufgabe der christlichen Kirchen, Gott im erweiterten Europa neu ins Spiel bringen, um mitzuhelfen, dass Europa als ein Haus der Grundwerte gebaut wird", meinte der Sprecher des Innsbrucker Treffens, der Wiener Servitenpater Augustin M. Pötscher OSM. Den Moraltheologen gehe es um eine "Koalition der Nachdenklichen" für die Grundwerte. Es sei "alles andere denn ausgemacht", was Worte wie Leben, Freiheit, Gerechtigkeit, Würde bedeuten. Hier müssten die Ethiker offensiv das Gespräch mit allen suchen. Die vieldiskutierte Forderung nach einem Gottesbezug in der Präambel einer künftigen europäischen Verfassung dürfe keine Leerformel bleiben; eine solche Forderung müsse Konsequenzen im Hinblick auf den Schutz des menschlichen Lebens an seinem Beginn und seinem Ende, auf die Würde von Minderheiten und Fremden usw. haben.
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